Unter dem blauem Himmel der kanarischen Inseln


Die Ureinwohner der Kanarischen Inseln hatten ein Wort für den blauen Himmel über ihnen. Sie nannten ihn Tigotan. Der Himmel ist immer noch blau, aber die Ureinwohner sind fort.

Ihre Nachkommen haben sich mit den eingewanderten Spaniern vermischt, die nach ihrer Landung auf allen sieben Hauptinseln Städte und malerische Dörfer gründeten. Diese geben den Vulkaninseln mit ihrer Landschaft aus Bergen, Küsten und Tälern unter klimatischem Gleichmaß der Passatwinde bis heute ihr unverwechselbares Gesicht.

Die größte der Inseln ist Teneriffa mit einer Fläche von 2034,38 m². Ihre knapp 907.000 Einwohner leben überwiegend in der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife und deren Umland. Die Universitätsstadt La Laguna dort zählt aufgrund ihrer Schönheit zum Weltkulturerbe der UNESCO. Das im Norden der Insel gelegene Orotova-Tal wurde vom Weltreisenden Humboldt für die schönste Landschaft gehalten, die er je sah.

Fuerteventura ist mit 1659,74 m² und rund 104.000 Einwohnern bereits deutlich kleiner. Ihre Hauptstadt Puerto del Rosario ist gleichzeitig Sitz eines Flughafens, aber weniger bekannt als die langen Strände an der Ostküste der Insel, mit ihren zahllosen Gelegenheiten für Wassersport und Badeurlaub.

Gran Canaria ist zwar kleiner als Fuerteventura, hat aber mehr Einwohner (ca. 830.000). Ihre Vegetation reicht von wüstenähnlichen Bergmassiven im Süden bis zu subtropischen Küstenorten im Norden. 14 unterschiedliche Klimazonen machen die Insel zu einem einmaligen Ort auf Erden. Las Palmas ist die größte Stadt der Kanaren und beeindruckt Besucher mit ihrer Altstadt Vegueta und ihrem Seehafen.

Die viertgrößte Insel Lanzarote liegt nur 140 km vor der marokkanischen Küste und wurde wegen ihrer fremdartigen und kargen Natur von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Die meisten der 142.000 Einwohner wohnen in der Inselhauptstadt Arrecife und das pulsierende Leben findet weniger im Landesinneren, als an den zahlreichen Stränden der Küste statt.

La Palma ist die nördlichste der Kanaren und ihre 86.528 Einwohner leben auf 708,32 km².
Sie wird im Volksmund auch die isla bonita (schöne Insel) genannt und lebt nicht allein vom Tourismus, sondern von einer sorgfältig kultivierten Landwirtschaft, die vom relativen Wasserreichtum der Flüsse profitiert. Sie ist zunehmend Ziel von Individualtouristen, ihre Hauptstadt Santa Cruz de la Palma.

La Gomera ist mit 370 km² und 22.700 Einwohnern die zweitkleinste Hauptinsel und Ziel eines sanften Wandertourismus. Sie ist eine uralte Insel, auf der schon die Phönizier siedelten, ihr höchster Berg Garajonay mit 1.487 Metern Höhe der Kern eines berühmten Nationalparks.

Die kleinste und einsamste Kanareninsel El Hierro mit nur knapp 11.000 Einwohnern ist touristisch weitgehend unerschlossen und für Badeurlaube ungeeignet.